Ambulante
Fastenkur
Sicher kennen Sie das Völlegefühl und Unbehagen nach
Festivitäten. Man fühlt sich schlapp und matt, die Kleidung
spannt an allen möglichen und unmöglichen Stellen, die
unbarmherzige Waage zeigt überflüssige Kilos und ein
kritischer Blick in den Spiegel enthüllt die ganze
Wahrheit! Viele wissen dann intuitiv, daß es Zeit ist zum
Abnehmen und Entschlacken und wollen einen Neubeginn.
Wie soll man fasten? Welche Kur ist zu empfehlen? Was hilft
vor allem langfristig?
Ich empfehle meinen Patienten eine modifizierte F.X.
Mayr-Kur. Das Ziel der Fastenkur sollte aber nicht nur eine
nachhaltige Gewichtsreduktion sein, sondern vor allem die
Entschlackung des gesamten Körpers. Junge Menschen können
ebenso von der Kur profitieren wie ältere. Wenn man früher
damit beginnt, reichern sich weniger Abbauprodukte im
Gewebe an, die in späteren Jahren den Organismus belasten.
Die Mayr-Kur ist eine Fastenkur mit Milch, Gebäck, Tee, und
Wasser. Sie hat den großen Vorteil, daß durchaus während
der täglichen Verpflichtungen und Arbeit gefastet werden
kann, denn man fühlt sich nicht so kraftlos und matt, wie
bei vielen anderen Kuren. Für den Organismus ist ist es
eine schonende Kur, weil die Gewichtsreduktion langsam
eintritt, dafür in der Regel aber beibehalten wird. Im
Laufe des Fastens bemerkt man, wie der Körper immer
feinfühliger reagiert und die Sinne wiedererwachen. Nach
der Kur fühlt man sich vital und energiegeladen und viele
Menschen sind erstaunt über ihr gesteigertes
Geschmacksempfinden. „Ich hätte nie gedacht, daß ein guter
steirischer Apfel so intensiv schmeckt, so viele feine
Geschmacksnuancen hat und dermaßen den Speichelfluss
anregt” sagte mir ein Patient stellvertretend für viele,
die nach der Kur langsamer, bewusster und mit mehr Genuss
essen. Ich selbst habe mit 17 Jahren das erste Mal mit der
F.X. Mayr-Kur gefastet und möchte nun meine langjährigen
positiven Erfahrungen weitergeben.
Das Paket „Ambulante Fastenkur” enthält:
●
Vorsorgeuntersuchung (wird
von Ihrer Versicherung bezahlt)
●
erweiterte
Vorsorgeuntersuchung mit weiteren Laborwerten und
orientierender Ultraschalluntersuchung
●
2 kurze
Kontrolluntersuchungen pro Woche und jede Menge „moralische
Unterstützung fürs Durchhalten” ;-)
●
Abschlussuntersuchung mit
Blutabnahme und wichtigen Laborwerten
●
ausführliche Nachbesprechung
●
Skriptum „Gesunde Ernährung”
Die Leistungen sind mit Ausnahme der Gesundenuntersuchung
privat zu bezahlen. Den Preis für die „ambulante Fastenkur“
erfragen Sie bitte persönlich in der Praxis.
Es vergeht kein Monat ohne daß mehr oder weniger kompetente
Zeitschriften neue „revolutionäre” Diäten oder Fastenkuren
präsentieren. Ein gar nicht so kleiner Teil der gläubigen
Leserschaft versucht die neue Kur durchzuziehen, mit dem
Effekt, daß man nach all der Plage und Pein noch einiges an
Gewicht zugelegt hat. Aber auch ältere Ernährungsmodelle,
wie die Haysche Trennkost oder die Makrobiotik haben sich
aus ernährungsphysiologischer Sicht als nicht
empfehlenswert herausgestellt.
Bei zu rascher Gewichtsabnahme stellt der Körper den
Stoffwechsel auf ein Sparprogramm um und kommt mit weniger
Energie aus. Wir kennen diesen Effekt von allen möglichen
Fastenkuren, bei denen am Beginn des Fastens die Kilos
rasch purzeln. Allerdings bleibt die Waage nach einigen
Tagen bei einem bestimmten Gewicht stehen. Nach Beendigung
des Fastens holt der Körper Versäumtes auf und nimmt rasch
wieder an Gewicht zu. Oftmals wird das Körpergewicht nach
der Kur über dem Ausgangsgewicht zu Beginn der Fastenkur
liegen. Im Gegensatz dazu wird durch allmähliche
Einschränkung der zugeführten Energiemenge und reichlich
Bewegung diese Stoffwechselumstellung vermieden. Dadurch
lässt sich eine schonende und vor allem dauerhafte
Gewichtsreduktion erzielen.
Für einen gesunden Menschen ist ein gelegentlicher
Fastentag und die bis zu zwei Wochen dauernde Fastenkur
empfehlenswert. Beim älteren Menschen hingegen ist Vorsicht
angebracht. Man muß klar sagen, daß zu wenig Kohlenhydrate
(unter 50g/Tag) zu einem erheblichen Natrium- und
Kaliumverlust führen und in weiterer Folge auch zum
Wasserverlust. Dadurch sinkt der Blutdruck und es besteht
die Gefahr einer Minderdurchblutung der Hirngefäße und
Herzkranzgefäße. Schlaganfall und Herzinfarkt können die
Folge davon sein. Der Kaliumverlust kann zu
Herzrhythmusstörungen beitragen.
Durch den Fettabbau fallen sogenannte Ketonkörper vermehrt
im Blut an, die ihrerseits die Harnsäureauscheidung hemmen.
Der Harnsäurespiegel im Blut steigt an, mit der möglichen
Entwicklung eines Gichtanfalles. Zuwenig Eiweiß (unter
40g/Tag) in der Nahrung verursacht den Abbau von Herz- und
Skelettmuskulatur und durch die verringerte Bildung von
Abwehrstoffen auch eine Infektanfälligkeit.
Wie Sie sehen ist eine Fastenkur nicht so unbedenklich wie
manche meinen, besonders nicht bei älteren Menschen mit
vorbestehenden Organstörungen. In jedem Fall empfiehlt sich
daher die ärztliche Überwachung einer ambulanten Fastenkur.